Steuerrecht    30.01.14
Steuerfreie Mitarbeitermotivationen
Mitarbeiter glücklich machen - nicht das Finanzamt!

Steuerfreie Mitarbeitermotivationen Es gibt so viele Kleinigkeiten, die Sie steuerfrei Ihren Mitarbeitern zukommen lassen können.
Oft sind diese Beträge auch einfach nur mit einer pauschalen Steuer von 25% oder 30% zu belegen. Sie machen den Mitarbeitern eine große Freude und erhöhen die Motivation.
Was alles möglich ist und wie, das haben wir in einem
Informationsbogen "Was ist steuerfrei?" für Sie zusammengestellt.

Und unsere Mitarbeiter freuen sich sehr, Sie darüber im Detail zu informieren. Kundennähe und die Erleichterung Ihres steuerlichen Lebens gehören zu unserem Geschäft.

Viel Spaß beim Lesen
Ihr Reinhard Häckl

  Informationsbogen "Was ist steuerfrei?"
  Ansprechpartner in der Kanzlei ist Herr Häckl

Rechtsstand: 21. Januar 2014
Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte gegeben werden. Die Beiträge ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

Steuerrecht    19.11.13
Betriebsveranstaltung

BetriebsveranstaltungEs stehen ja wieder Weihnachtsfeiern vor der Tür und da hat uns der Bundesfinanzhof ein Geschenk gemacht. Wie jeder weiß, sind ja 110 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei in einer Betriebsveranstaltung möglich. Jeder Euro darüber hinaus führt zur Steuerpflicht. Der Bundesfinanzhof hat dies jetzt wie folgt konkretisiert: Nur Leistungen die den Mitarbeiter objektiv unmittelbar bereichern, zählen zu der Grenze. Nur was unmittelbar verkonsumiert werden kann, ist eine Bereicherung z.B. Speisen, Getränke, Musik. Die Ausgestaltung durch den äußeren Rahmen gehört hier nicht dazu.

Zudem sind die Kosten, wenn Angehörige mit teilnehmen, auf diese extra aufzuteilen und nicht den Mitarbeitern direkt zuzurechnen.

Über genaue Aufzeichnungen hierüber lassen sich die tatsächlichen Kosten auf die 110 Euro senken, die auch steuerfrei pro Mitarbeiter sind.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter und auch Herr Häckl jederzeit gerne zur Verfügung.

  Häckl und Partner GmbH
  Ansprechpartner in der Kanzlei ist Herr Häckl

Rechtsstand: 19. November 2013
Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte gegeben werden. Die Beiträge ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

Steuerrecht    19.11.13
Offenlegung des Jahresabschlusses

Verfahrenskosten bei Einleitung eines Ordnungsgeldverfahrens, wegen nicht erfolgter Offenlegung des Jahresabschlusses, von 50 Euro auf 100 Euro angehoben.

Relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Bundesamt für Justiz zum 1. August 2013 die Verfahrenskosten, für die Einleitung eines Ordnungsgeldverfahrens wegen nicht Offenlegung des Jahresabschlusses, angehoben. Die Verfahrenskosten (bisher 50 Euro) wurden verdoppelt und betragen nun 100 Euro. Hinzu kommen die Zustellkosten in Höhe von 3,50 Euro.

OrnungsgeldAn der Höhe des angedrohten Ordnungsgeldes hat sich nichts geändert. Es beträgt mindestens 2.500 Euro und höchstens 25.000 Euro. Laut einem Artikel im Handelsblatt vom 18./19./20. Oktober 2013 hat die Behörde seit 2008 fast 400 Mio. Euro an Ordnungsgeldern verhängt. Etwa 150.000 Unternehmen verweigern jährlich die Transparenz und nehmen die Ordnungsgelder in Kauf.

Weitere Informationen zum Ordnungsgeldverfahren enthält das Merkblatt des Bundesamts für Justiz.

  Merkblatt zum Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB

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  Häckl und Partner GmbH
  Ansprechpartner in der Kanzlei ist Herr Franz

Rechtsstand: 19. November 2013
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Steuerrecht    20.02.13
Amtliche Sachbezugswerte/Reisekosten-Abrechnung

Für die amtlichen Sachbezugswerte, die in Reisekosten-Abrechnungen für Mahlzeiten anzusetzen sind, gelten seit 1. Januar 2013 neue Höhen. Wie das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben mitteilt, wurden die Sätze an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst und entsprechend angehoben.

Amtliche Sachbezugswerte und Reisekosten-AbrechnungSo gilt fürs Frühstück künftig der Wert 1,60 Euro - das sind 3 Cent mehr als bislang. Um jeweils sechs Cent haben sich die Kosten für Mittag- und Abendessen erhöht: von 2,87 Euro auf nunmehr 2,93 Euro. Sachbezugswerte können dann angesetzt werden, wenn ein Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber Mahlzeiten auf einer Geschäftsreise gewährt bekommt. Allerdings muss der Arbeitgeber diese Mahlzeiten ersetzen, und auch die Rechnung muss auf den Arbeitgeber ausgestellt sein.

An der Höhe des Verpflegungsmehraufwands für Dienstreisen im Inland von 6 Euro, 12 Euro und 24 Euro ändert sich in diesem Jahr noch nichts. Erst für 2014 steht die Reisekosten-Reform an, bei der es dann voraussichtlich nur noch die Sätze 12 Euro und 24 Euro geben wird.

Die Reisespesen für Auslandsreisen haben sich allerdings geändert (siehe BMF-Schreiben 17.12.12)

  BMF-Schreiben 'Reisekosten Auslandsreisen 2013' vom 17.12.2012

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  Häckl und Partner GmbH
  Ansprechpartner in der Kanzlei ist Frau Schuhmacher

Rechtsstand: 8. Februar 2013
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Lohn    28.01.13
Keine Kürzung der 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie vielleicht aus den Medien erfahren haben ist vieles, was steuerlich für dieses Jahr auf den Weg gebracht werden sollte, nun doch nicht gekommen Dies liegt daran, dass die Länder und der Bund sich nicht einigen konnten und dies nun auch vor der Wahl nicht mehr passieren wird, oder vielleicht nur zum Teil.

Keine Kürzung der 44-Euro-Freigrenze für SachbezügeSomit gilt für dieses Jahr auch weiterhin die Grenze für die Gutscheinregelungen von 44,00 Euro und die Verringerung auf 20,00 Euro ist für dieses Jahr vom Tisch. Bitte denken Sie daran, wenn Sie Gutscheine austeilen, diese mit einem Schreiben zu versehen, in dem Sie die Freiwilligkeit der Leistung herausheben und diese für dieses Jahr 2013 vorläufig begrenzen und im Fall von gesetzlichen Änderungen diese nicht mehr oder nur noch angepasst leisten.

Sobald abzusehen ist, dass sich hier für 2014 etwas ändert werden Sie in gewohnter Weise sehr schnell und zuverlässig durch uns informiert. Sollten Sie Fragen haben – sind wir jederzeit für Sie da!

Ihr Team der Häckl und Partner GmbH

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  Häckl und Partner GmbH
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Rechtsstand: 11. Januar 2013
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Lohn    14.01.13
Steuervereinfachungsgesetz 2013
Kürzung der 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge?

Hört man den Begriff "Steuervereinfachungsgesetz 2013", hofft man unweigerlich auf Steuervergünstigungen. Doch das Gegenteil ist leider der Fall. Zumindest, wenn man die Gesetzesänderungen für Sachbezüge betrachtet.

Steuervereinfachungsgesetz 2013: Nicht immer günstig!

E-Bilanz ab Wirtschaftsjahr 2013 verpflichtendNach bisheriger Rechtslage sind Sachbezüge an Arbeitnehmer bis zu 44 Euro im Monat steuer- und abgabenfrei. Wird diese monatliche Freigrenze überschritten, unterliegt die gesamte Zuwendung der Lohnsteuer und es fallen Sozialabgaben an. Im Steuervereinfachungs-gesetz 2013, das im Entwurf vorliegt, ist eine Absenkung der Freigrenze von bisher 44 Euro auf neu 20 Euro vorgesehen.

Deshalb unsere Empfehlung an Sie: Tritt dieses Steuervereinfachungsgesetz 2013 tatsächlich rückwirkend zum 01. Januar 2013 in Kraft, müssen Sie die Vereinbarungen für Sachbezüge für jeden Arbeitnehmer auf maximal 20 Euro im Monat anpassen. Wir empfehlen Ihnen, die Sachbezüge bereits ab Januar 2013 auf 20 Euro monatlich zu senken, damit im Falle eines Beschlusses keine Lohnsteuer und Sozialabgaben rückwirkend abgeführt werden müssen.

Wir halten Sie über den Stand der Dinge auf dem Laufenden und sollten Sie Fragen haben – sind wir jederzeit für Sie da!

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  Häckl und Partner GmbH
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Rechtsstand: 11. Januar 2013
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Jahresabschluss    10.11.12
E-Bilanz
Das Wichtigste in aller Kürze

E-Bilanz ab Wirtschaftsjahr 2013 verpflichtendLaut Steuerbürokratieabbaugesetz (SteuBAG) müssen erstmalig für das Wirtschaftsjahr 2013 Jahresabschlüsse elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Alle bilanzierenden Unternehmen, unabhängig von Rechtsform und Größe, sind davon betroffen. Bereits in der Buchführung 2012 legen Sie die Grundlagen für eine einfach abzuwickelnde elektronische Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung. Für das betriebliche Rechnungswesen in 2013 ergeben sich neue Anforderungen, der Buchführung vorgelagerte Softwaresysteme müssen eventuell angepasst werden.

Wir empfehlen Ihnen, Ihr Unternehmen schon jetzt auf diese neue gesetzliche Regelung vorzubereiten und stehen Ihnen mit Rat und Tat während der Vorbereitungsphase und selbstverständlich auch im Anschluss gerne zur Seite.

Was ist mit der E-Bilanz zu übermitteln?

  • Steuerbilanz oder Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung
  • Gewinn und Verlustrechnung (Gesamtkosten-/Umsatzkostenverfahren)
  • auch ggf eine Eröffnungsbilanz
  • und berichtigte oder geänderte Bilanzen

Darüber hinaus auch:

  • Haftungsverhältnisse,
  • Ergebnisverwendungsrechnung,
  • Kapitalkontenentwicklung für Personengesellschaften und Mitunternehmerschaften,
  • Eigenkapitalspiegel,
  • Kapitalflussrechnung,
  • Anlagespiegel,
  • Steuerliche Modifikationen (steuerliche Gewinnermittlung einschließlich der Überleitungsrechnung und Zusatzangaben),
  • Lagebericht,
  • Bericht des Aufsichtsrats, Beschlüsse etc., Anhang (einschließlich Anlagespiegel) (in Papierform)

Später dann auch:

  • Die Kapitalkontenentwicklung bei Personengesellschaften ist ab dem WJ 2015 zu übermitteln (GBR, KG, GmbH & Co. KG, OHG ...)

Wie die E-Bilanz ist zu übermitteln?

  • im XBRL Standard, §5b EStG (wie bei der Veröffentlichung im E-Bundesanzeiger) ("eXtensible Business Reporting Language")

Gibt es Strafen wenn eine E-Bilanz nicht übermittelt wird?

  • JA, Sanktionen sind die Androhung und ggf. Festsetzung von Zwangsgeldern, wenn nicht elektronisch übermittelt wird.

Ist eine Einreichung (E-Bilanz) auf Papier noch möglich?

  • NEIN, eine Einreichung des Jahresabschlusses ab dem WJ 2013 auf Papier ist dann nicht mehr möglich -Ausnahme bildet das Jahr 2012.
  • Bei abweichenden Wirtschaftsjahren beginnt die sanktionierte Pflicht zur Abgabe der E-Bilanz also erst im Jahr 2013/2014. E-Bilanz Ready

Ausnahmen zur E-Bilanz:

  • Auf Antrag, um unbillige Härte zu vermeiden, auf eine elektronische Übermittlung verzichtet werden. Beispiel: Der Steuerpflichtige verfügt nicht über die technischen Möglichkeiten und die Beschaffung einer solchen Anlage begründet einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand. Auch ist eine unbillige Härte anzunehmen, wenn die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ausreichen oder der Unternehmer nur eingeschränkt in der Lage ist, die Möglichkeiten einer Datenübertragung zu nutzen.
  • für das Jahr 2012 (erstes Jahr) kann der Jahresabschluss noch auf Papier bei der Finanzverwaltung eingereicht werden.

Bis Ende 2014 gilt eine verlängerte Übergangsfrist zur Abgabe der E-Bilanz für:

  • inländische Betriebsstätten ausländischer Unternehmen,
  • ausländische Betriebsstätten inländischer Unternehmen,
  • Betriebe gewerblicher Art juristischer Personen des öffentlichen Rechts, - also Gemeinden und Städte
  • steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe steuerbegünstigter Körperschaften und Vereine.

Wir möchten Sie bei der Vorbereitung und Umsetzung der E-Bilanz in gewohnter Weise beraten und unterstützen. Sprechen Sie uns gerne an!

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  Häckl und Partner GmbH
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Rechtsstand: 09. Oktober 2012
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Umsatzsteuer    29.10.12
Die Krux mit der USt-IdNr
Die Stolperfallen bei der Umsatzsteueridentifikationsnummer

Tagtäglich kaufen und verkaufen wir Waren und Dienstleistungen. Es wird gezahlt, geliefert, verschickt und erbracht. Für die Konsumenten im Wirtschaftsleben kein großes Aufsehen, doch müssen wir Unternehmer weit mehr dazu dokumentieren. Unter anderem können wir eine innergemeinschaftliche Lieferung von der Steuer befreien lassen, Voraussetzung ist jedoch, dass wir als Lieferer nachweisen können, dass der Erwerber ein Unternehmer ist. Bisher musste als Nachweis dafür die USt-IdNr. des Abnehmers mitgeteilt werden. Diese Regelung hat der EuGH nun jedoch gelockert (EuGH, Urteil v. 27.9.2012 - Rs. C-587/10; VSTR).

ELStAMBei diesem deutschen Verfahren ging es unter anderem um die Frage, ob die Steuerfreiheit einer innergemeinschaftlichen Lieferung voraussetzt, dass der liefernde Unternehmer die USt-IdNr. des Abnehmers buchmäßig nachweist (s. BFH, Beschluss v. 10.11.2010 - XI R 11/09).

Zwar kann einem Lieferer grundsätzlich vorgeschrieben werden, dass er den Beweis erbringt, dass der Erwerber ein Unternehmer ist. Dieser Beweis muss jedoch nicht zwangsläufig die Mitteilung der USt-IdNr. sein. Vielmehr stellte der EuGH fest, dass es sich hierbei nur um ein formelles Erfordernis handelt. Sind die materiellen Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung erfüllt, so kann und darf dem Lieferer die Steuerbefreiung nicht versagt werden.

Trotzdem muss der Lieferer zunächst alle ihm zumutbaren Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass der von ihm getätigte Umsatz nicht zu seiner Beteiligung an einer Steuerhinterziehung führt. Kann dieser die USt-IdNr. dann jedoch immer noch nicht nennen, so ist es ausreichend, wenn er hinreichend belegen kann, dass der Erwerber Unternehmer ist, der bei dem betreffenden Vorgang als solcher gehandelt hat.

Im selben Urteil wies der EuGH auch darauf hin, dass vom Lieferer nicht verlangt werden kann, Beweise für die Besteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs vorzulegen. Genauso kann der Umstand, dass der Erwerber in einem Drittstaat ansässig ist, keine Ablehnung der Steuerbefreiung zur Folge haben.

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Rechtsstand: 29. Oktober 2012
Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte gegeben werden. Die Beiträge ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

Lohn    29.10.12
ELStAM
Einsame Liebe Statt Ausgeglichenem Miteinander?

Nein, natürlich nicht, es geht um die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale! Am 2. Oktober hat das Bundesfinanzministerium den Entwurf eines "Startschreibens" zum erstmaligen Abruf dieser Merkmale durch den Arbeitgeber und Anwendungsgrundsätze für den Einführungszeitraum 2013 veröffentlicht (Az. IV C 5 - S 2363/07/0002-03).

ELStAMDas Schreiben des BMF enthält, wie in § 52b Abs. 5 Satz 1 EStG vorgesehen, den Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der ELStAM sowie den Zeitpunkt des erstmaligen Abrufs durch den Arbeitgeber (Starttermin). Diese gesetzliche Regelung soll durch das Jahressteuergesetz 2013 (JStG 2013) neu gefasst werden. Weil diese Neuregelung aber noch nicht in das parlamentarische Verfahren eingebracht worden ist, kann derzeit nur ein vorläufiger Entwurf des vorgesehenen Startschreibens ohne Bezugnahme auf die vorgesehenen Neuregelungen veröffentlicht werden.

Der Starttermin für das ELStAM-Verfahren ist der 1.11.2012. Ab diesem Zeitpunkt können die Arbeitgeber die ELStAM der Arbeitnehmer mit Wirkung ab dem 1.1.2013 abrufen. Der Arbeitgeber hat das neue Verfahren für laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem 31.12.2012 endenden Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, und für sonstige Bezüge, die nach dem 31.12.2012 zufließen, anzuwenden. Zudem wird das Kalenderjahr 2013 als Einführungszeitraum bestimmt.

Damit wird insbesondere den Arbeitgebern ein längerer Umstellungszeitraum auf das ELStAM-Verfahren angeboten, um auch eventuelle technische und organisatorische Probleme, die bei einem gleichzeitigen Einstieg aller Arbeitgeber zu einem festen Termin entstehen könnten, zu vermeiden. Daraus folgt auch, dass der Arbeitgeber die ELStAM spätestens für den letzten im Kalenderjahr 2013 endenden Lohnzahlungszeitraum abzurufen und anzuwenden hat. Ein Abruf mit Wirkung ab 2014 ist verspätet.

Für Arbeitgeber enthält der Entwurf Ausführungen zu folgenden Themen:

  • Papierverfahren im Einführungszeitraum
  • Bescheinigung bei unzutreffenden ELStAM aufgrund abweichender Meldedaten
  • Unzutreffende ELStAM aus anderen Gründen
  • Erstmaliger Einsatz des ELStAM-Verfahrens nach dem Starttermin
  • ELStAM bei verschiedenen Lohnarten
  • Anwendung der abgerufenen ELStAM
  • Verzicht auf sofortige Anwendung der abgerufenen ELStAM
  • Beendigung des Dienstverhältnisses bei Anwendung des ELStAM-Verfahrens
  • Entgegennahme und Aufbewahrung der Lohnsteuerkarte 2010/Papierbescheinigung(en)
  • Härtefallregelung

Darüber hinaus enthält das Schreiben weitergehende Hinweise für Arbeitnehmer und das Finanzamt. Der Entwurf ist auf der Homepage des BMF unter "Informationen" > "Steuerinfos" > "Weitere Themen" > "Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale" veröffentlicht.

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Rechtsstand: 29. Oktober 2012
Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte gegeben werden. Die Beiträge ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

Umsatzsteuer    29.10.12
Vorsteuerabzug bei Bürogemeinschaften
Leistungen zwischen Bürogemeinschaftsmitgliedern müssen dokumentiert werden

Eine Rechnung berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug, wenn sich die Angaben auf "Personalgestellung - Schreibarbeiten" sowie "Büromaterial, Porto, EDV, Fachliteratur" beschränken.

Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 UStG voraus, dass der Unternehmer eine nach den §§ 14, 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt. Eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung hat daher folgende Angaben zu enthalten: "die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung". Fehlen die erforderlichen Rechnungsangaben oder sind sie unzutreffend, besteht für den Leistungsempfänger grundsätzlich kein Anspruch auf Vorsteuerabzug.

Leistungen zwischen Bürogemeinschaftsmitgliedern müssen dokumentiert werdenDies wird am Beispiel einer Bürogemeinschaft aus einer Gesellschaft mbH und einem freiberuflichen Unternehmer deutlich: eine Partei nimmt Leistungen der GmbH, zum Beispiel Personalüberlassung, Ausführung von Schreibarbeiten, Gestellung von Büromaterial, EDV, Fachliteratur etc., in Anspruch.

Jeweils am Jahresende findet eine Abrechnung der Leistungen statt. Grundlage sind die für die GmbH darstellbaren Kosten, an denen festgestellt wird, ob mit den monatlichen Zahlungen wenigstens ungefähr die der GmbH entstandenen Aufwendungen "aufgefangen" werden.

Unter Berücksichtigung des geschätzten Gesamtaufwandes werden etwaige Nachzahlungen für das Kalenderjahr festgelegt.

Nun möchte der Unternehmer in diesem Zusammenhang Vorsteuerbeträge geltend machen, die das Finanzamt jedoch nicht anerkannt hat. Diesem hat der Bundesfinanzhof seine Richtigkeit zuerkannt (BFH, Urteil v. 15.5.2012 - XI R 32/10, NV; veröffentlicht am 19.9.2012).

Für die Geltendmachung wären jedoch zwingend hinreichende Angaben zum Umfang der von der GmbH abgerechneten Leistungen erforderlich gewesen, um auszuschließen, dass diese allgemeinen Leistungsbeschreibungen (ebenso könnte dort stehen "Fliesenarbeiten", "Außenputzarbeiten" oder "zur Deckung Ihrer erhaltenen Vorauszahlungen") mehrfach in einer anderen Rechnung abgerechnet werden. Die Beschreibung einer Leistung muss zwar kurz und knapp, aber eben auch konkret sein. Fast noch wichtiger sind die dazugehörigen Angaben über den Umfang der Posten, zum Beispiel nach der Anzahl der insoweit abgeleisteten Stunden oder die Höhe des verbrauchten Wertes.

Werden die Leistungen die ein Bürogemeinschaftsmitglied für ein anderes erbringt also nicht ordnungsgemäß dokumentiert, dann ist das Finanzamt berechtigt, die geltend gemachten Vorsteuerbeträge nicht anzuerkennen.

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  Häckl und Partner GmbH
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Rechtsstand: 29. Oktober 2012
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Jahresabschluss    13.02.12
Steuererklärungsfristen 2012
Aktuelle Abgabefristen der Landesfinanzbehörden

Am 2. Januar gaben die obersten Landesfinanzbehörden die Abgabefristen für Steuererklärungen bekannt. So gilt für das Kalenderjahr 2011 eine Frist bis zum 31.Mai 2012 für folgende Erklärungen:

  • Einkommensteuer
    einschließlich der Erklärungen
    zur gesonderten Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung,
    zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung,
    zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags.
  • Körperschaftssteuer
    einschließlich der Erklärungen
    zu gesonderten Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen, die in Zusammenhang mit der Körperschaftsteuerveranlagung durchzuführen sind,
    zur Zerlegung der Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer
    einschließlich der Erklärungen
    zur gesonderten Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlusts,
    zur gesonderten Feststellung des Zuwendungsvortrags,
    zur Zerlegung des Steuermessbetrags
  • Umsatzsteuer
  • Erklärung zur gesonderten oder zur gesonderten und einheitlichen Feststellung nach § 18 des Außensteuergesetzes
  • Bei Steuerpflichtigen, die den Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln, endet die Frist nicht vor Ablauf den fünften Monats, der auf den Schluss Wirtschaftsjahres 2011/2012 folgt.

    Eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember 2012 wird eingeräumt, wenn die Steuererklärung von denen in §§ 3 und 4 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) genannten Personen angefertigt wird. Zu diesen zählen zum Beispiel der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt.

    Auch hier gilt für jene nicht am Kalenderjahr orientiert arbeitenden Steuerpflichtigen anstelle der Frist zum 31.Dezember 2012 eine Frist bis zum 31.Mai 2013. In begründeten Einzelfällen ist eine weitere Fristverlängerung möglich.

    Dennoch bleibt es den Finanzämtern vorbehalten aus bestimmten Gründen Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern, wenn beispielsweise hohe Abschlusszahlungen erwartet werden oder es bereits bei der letzten Erklärung zu Verspätungen gekommen ist.

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    Rechtsstand: 2. Januar 2012
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    Buchhaltung    06.02.12
    Steueranmeldung rechtzeitig abgeben!
    Verschärftes Vorgehen gegen notorische Terminsünder

    Härtere Zeiten drohen Unternehmen, die ihre regelmäßigen Steueranmeldungen, etwa bei der Umsatzsteuer oder Lohnsteuer, nicht rechtzeitig abgeben.

    Nach einer neuen Verwaltungsrichtlinie für die Finanzämter sollen künftig solche verspäteten Erklärungen gleich der Strafsachenstelle zugeleitet werden. Damit droht für viele Steuerpflichtige eine erhebliche Eskalation des Steuerverfahrens. Markus Deutsch, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V., appelliert deshalb an die Finanzverwaltung für eine Vorgehensweise mit Augenmaß, da in vielen Fällen die Verspätung nicht auf vorsätzlichem Abgabeverzug, sondern auf anderen Gründen, wie Krankheit, fehlende Unterlagen oder schlichtweg vergessen, beruht. Bei einer solchen "Steuerhinterziehung auf Zeit" wurde in der bisher gültigen Anweisung ausdrücklich auf eine automatische Einschaltung der Straf- und Bußgeldstelle verzichtet.

    Denken Sie deshalb an Ihre Steueranmeldung!

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      Häckl und Partner GmbH
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    Rechtsstand: 31. Januar 2012
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    Einkommensteuer    09.01.12
    "Haushaltsnahe Dienstleistungen" im Fokus
    Reinigungskraft, Maler, Kaminkehrer und andere

    Anlässlich des brandaktuellen Themas über die sogenannten haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnisse oder Dienstleistungen und Handwerkerleistungen kommen beim Ein oder Anderen gewiss diverse Fragen dazu auf: Kann ich meine Aufwendungen für die Angestellten steuerlich absetzen? Wenn ja, was kann ich absetzen? Und welche Nachweise muss ich erbringen?

    Wie der Name schon erahnen lässt müssen diese Dienstleistungen im eigenen Haushalt – Wohnung oder Garten – verrichtet werden, dies kann zum Beispiel durch die Reinigungskraft, den Maler oder den Kaminkehrer geschehen, nicht aber durch eine persönliche Sekretärin, einen Privatlehrer oder durch den Besuch einer Kosmetikerin.

    Voraussetzung für die Steuerermäßigung ist eine vorliegende, überwiesene Rechnung, die dem Finanzamt auf Verlangen auch nachzuweisen ist. Die Steuerermäßigung muss beantragt werden!

    Die Höchstbeträge der Aufwendungen werden dreifach unterschieden:

    • Handelt es sich um ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis bis 400 Euro (geringfügiges Beschäftigungsverhältnis), so sind 20% der Aufwendungen, maximal jedoch 510 Euro, abziehbar.
    • Für andere Beschäftigungsverhältnisse sowie bei allen anderen haushaltsnahen Dienstleistungen - hierzu zählt zum Beispiel der Reinigungsdienst - liegt die Höchstgrenze bei 4.000 Euro.
    • Kommt hingegen der Handwerker ins Haus sind wiederum 20% der Aufwendungen ansetzbar, wobei die Höchstgrenze hier bei 1.200 Euro gezogen ist. Doch "Aufwendungen" bezieht sich hier nur auf Arbeitsaufwand, Maschinenkosten und Fahrtzeit inklusive Umsatzsteuer. Eventuell anfallende Materialkosten können nicht abgesetzt werden!

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      Häckl und Partner GmbH
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    Rechtsstand: 31. Dezember 2011
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    Buchhaltung     02.12.11
    Neue Regeln der Rechnungslegung
    Die elektronische Alternative zur klassischen Rechnung

    Vor allem war sie kompliziert, durch die elektronische Signatur umständlich in der Ausstellung und somit keine wirkliche Bereicherung: Die elektronische Rechnung. Das soll sich mit der Verabschiedung des Steuervereinfachungsgesetzes nun grundlegend ändern.

    Doch was genau ändert sich eigentlich?

    Die sogenannte elektronische Rechnung wird in einem elektronischen Format ausgestellt und empfangen; Rechnungen an ein Standard-Fax gelten somit künftig als Papierrechnung.

    Von der elektronischen Rechnungsübermittlung kann bei Zustimmung des Empfängers jeder Gebrauch machen, Unternehmen wie Privatperson. Letztere sind jedoch nur bei einer Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück zur Rechnungsstellung verpflichtet.

    Umsatzsteuerlich betrachtet werden Papier- und elektronische Rechnung gleichwertig behandelt und somit die Anforderungen an die elektronische Rechnung deutlich gesenkt. Um diese für den Vorsteuerabzug geltend machen zu können, ist die Gewährleistung der Echtheit der Herkunft, sowie der Unversehrtheit und Lesbarkeit des Inhalts der Rechnung zwingend notwendig. Weiterhin müssen natürlich alle gesetzlich erforderlichen Angaben enthalten sein (siehe "Die vollständige Rechnung").

    Technologieunabhängig soll der Rechnungssteller sein Übermittlungsverfahren wählen können, sofern der Empfänger zustimmt. Dazu zählen Emailversand, gegebenenfalls mit Anhang, ebenso, wie der Versand über Computer-Fax, E-Post oder als Web-Download.

    Hierzu ist anzumerken, dass die Signatur jetzt nicht mehr vorgeschrieben ist, selbstverständlich aber weiterhin verwendet werden kann. Entfällt diese, hat der Rechnungssteller in einem innerbetrieblichen Kontrollverfahren, beispielsweise durch ein entsprechend eingerichtetes Rechnungswesen oder durch manuellen Abgleich, dafür Sorge zu tragen, dass die Inhalte der Rechnung korrekt sind. Außerdem muss gewährleistet sein, dass nachträglich keine Änderungen am Inhalt vorgenommen wurden und dass die Rechnung vom zutreffenden Rechnungsaussteller versendet wurde.

    Besteht eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht, so sind elektronische Rechnungen in dem elektronischen Format der Ausstellung bzw. des Empfangs aufzubewahren, unzulässig ist hier ein Papierausdruck. Die aufbewahrten Rechnungen müssen für die Dauer der Aufbewahrungsfrist – für Unternehmer beträgt diese in der Regel 10 Jahre – jederzeit lesbar und maschinell auswertbar sein. Rechnungsempfänger, die elektronische Rechnungen nicht aus steuerlichen Gründen aufbewahren müssen, können hingegen selbst entscheiden, wie sie die Rechnung aufbewahren.

    Bei der Aufbewahrung (beispielsweise auf einer nur einmal beschreibbaren CD) muss den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung und DV-gestützen Buchführungssysteme sowie den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen entsprochen werden.

    All diese Neuerungen in der elektronischen Rechnungsstellung sollen nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung auf Rechnungen für Umsätze, die nach dem 30. Juni 2011 ausgeführt werden, angewandt werden. Da die bislang zulässigen Verfahren (qualifizierte elektronische Signatur und Edi) weiterhin verwendet werden können entfällt eine entsprechende Übergangsregelung.

    Die vollständige Rechnung

    Weitere Infos gibt es direkt bei uns:

      Häckl und Partner GmbH
      Ansprechpartner in der Kanzlei ist Frau Nicole Glauber

    Rechtsstand: 15. November 2011
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    Lohn     18.11.11
    Vom Studentenjob bis zur Gleitzone
    Gestaltungsmöglichkeiten bei der Beschäftigung von Studenten

    Zugegeben, Studenten werden zum Erstsemester erst einmal kräftig ins kalte Wasser geschmissen –Vorlesungen statt Unterrichtsstunden, die erste eigene Wohnung, eine neue Stadt und dann auch noch ein Studentenjob!

    Aber was ist beim "jobben" eigentlich zu beachten? Muss man als Student Steuern zahlen? Wer bekommt das Kindergeld? Und was ist überhaupt diese Lohnsteuerkarte?

    Nimmt man als Student einen Nebenjob an, wird der Arbeitgeber zunächst mit dem Arbeitsvertrag auf einen zukommen und nach einer eventuell schon existierenden Lohnsteuerkarte fragen. Diese diente zur offiziellen Dokumentation von Lohnsteuermerkmalen und wurde für das Kalenderjahr 2010 das letzte Mal ausgestellt. Für das Umstellungsjahr 2011 wird die Lohnsteuerkarte von 2010 – sofern vorhanden – weiterbenutzt, ansonsten muss beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt eine Ersatzbescheinigung beantragt werden.

    Das Kindergeld wird grundsätzlich weiterhin ausbezahlt, sofern das Kind nicht mehr als 8.004,00 € pro Jahr verdient. Gleichzeitig sind Studenten von der Kranken-, Pflege- und Arbeitsversicherung ausgenommen, wenn die wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als zwanzig Stunden beträgt. Bei mehreren Jobs werden die Beschäftigungsstunden aufaddiert.

    Um den Nebel der vielen Fragen rund um das Thema Steuern zu lichten, muss man die Beschäftigung von Studenten nach der Vergütung unterscheiden:

      Werkstudent Geringfügig
    Beschäftigte
    Arbeitnehmer
    (400-Euro-Job)
    Beschäftigung
    in der Gleitzone
    Kurzfristige
    Beschäftigung
    Vergütung unbegrenzt Bis 400 € monatl. 400,01-800,00 € ≤ 62 € / Tag
    Stundenlohn unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt ≤ 12 €
    Lohnsteuerkarte Nicht erforderlich,
    aber ratsam
    Nicht erforderlich,
    aber möglich
    Erforderlich Nicht erforderlich
    Kosten für Arbeitgeber Evtl. pausch. Lohnsteuer + 9,57% Rentenvers. vom Bruttolohn 12% Rentenvers.+ 11% Krankenvers.+ 2% pausch. Lohnsteuer + 0,1% Umlage Ca. 21% des Bruttolohns, eher etwas mehr Regelbesteuerung
    Kosten für Arbeitnehmer Evtl. Lohnsteuer + 9,75% Rentenvers. vom Bruttolohn keine 4% bis 21% Kosten steigen mit steigendem Lohn Regelbesteuerung
    Besonderheiten Wöchentl. Arbeitszeit bis zu 20 Stunden (darf gut begründet überschritten werden). Ohne Lohnst.karte muss pausch. Lohnsteuer von 25% abgeführt werden. Genaue Aufzeichnungen über geleistete Stunden. Arbeitgeber spart mit Lohnst.karte die 2% Lohnst. ein. Bei Privat-Ver-sicherten entfällt die Krankenvers. Jahresentgeltgrenze 9.600€. Arbeitnehmer darf keiner weiteren Beschäftigung nachgehen Nicht mehr als 18 zusammenhängende Tage

    Muss ein Student aufgrund steuerlicher Regelungen Lohnsteuer entrichten, wird diese in der Regel beim Lohnsteuerjahresausgleich wegen zu niedrigem Jahresbruttolohn vom Finanzamt erstattet.

    Ab dem Jahr 2012 wird das Kindergeld einkommensunabhängig gewährt. Jedoch entfällt der Kindergeldanspruch, wenn das Kind einer Erwerbstätigkeit nachgeht, bei der eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden überschritten wird.

    Weitere Infos gibt es direkt bei uns:

      Häckl und Partner GmbH
      Ansprechpartner in der Kanzlei ist Frau Carmen Wörle

    Rechtsstand: 15. November 2011
    Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte gegeben werden. Die Beiträge ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.